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Angeregt durch die Lektüre einer Predigt von Kardinal Newman über die »Sendung des Heiligen Philipp Neri«, beschlossen im Jahre 1922 einige Theologiestudenten in Innsbruck, im Geiste Philipp Neris ein eigenes Oratorium zu gründen. Der Kreis, zu dem Ernst Musial, Theo Gunkel, Heinrich Kahlefeld, Philipp Dessauer und Klemens Tilmann - später dann noch Josef Gülden, Werner Becker und Otto Spülbeck - gehörten, strebte eine oratorianische Lebensgemeinschaft in einer deutschen Diaspora-Großstadt an.
So wurde am 5. Januar 1930 das Oratorium des Hl. Philipp Neri an der Pfarrei Liebfrauen Leipzig-Lindenau errichtet; erster oratorianischer Pfarrer war seit 1931 Theo Gunkel.
Die besondere Aufmerksamkeit des Oratoriums galt der Erneuerung der Liturgie. Der Mittelpunkt des Gemeindelebens sollte die sonntägliche Eucharistiefeier sein. Die Liturgie sollte so gestaltet sein, dass sie von allen Teilnehmern leichter mitvollzogen wird. So entstand die Gemeinschaftsmesse. Höhepunkt aber war die Mitfeier der Karwoche und der Gottesdienst in der Osternacht, der zum ersten Mal am 23. April 1932 am Ostersonntag früh gefeiert wurde. Eine besonders große Freude durften die Brüder der Gründergeneration erleben, als das II. Vatikanische Konzil ihre liturgischen Bemühungen der ganzen Weltkirche empfahl.
Auch das heutige Oratorium bemüht sich darum, die Gemeinschaft mit der Pfarrgemeinde und ihren vielfältigen Kreisen zu befördern.
Die Partikularstatuten beschreiben die Grundzüge des Gemeinschaftslebens im Leipziger Oratorium. > zum Text (PDF)
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